Geschichtsverfälschung? Oder was ist es, wenn man immernoch erzählt, dass Frauen nie „gearbeitet“ haben.
Im RBB sah ich es. Es war eine Überleitung für ein Golfevent, über den berichtet werden sollte.
Diese Einleitung war wie folgt (sinngemäß): „Es ist lange her, dass der was mit dem Bogen für Frau und Kind geschossen hat. Heute geht man gemeinsam Lebensmittel besorgen…“ (mehr…)
Schlampe! Ein Ausdruck der von Männern früher ausgesprochen wurde. Doch diese Zeiten sind vorbei!
Als ich groß wurde, war es die Frauendiskriminierung schlechthin. Ein Mann der durch die Gegend vögelt ist ein Hengst. Eine Frau, die dasselbe tut, ist eine Schlampe. Sie war untendurch bzw. wie man so schön sagt:“ Ist das Leben erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ Doch das war früher – zumindest für Frauen!
Heute sind es die Frauen, die andere Frauen als Schlampen titulieren (mehr…)
Doch es blieb nicht beim Ende. Es ist ja kein Hollywood Film, nicht mal wegen dem fehlenden Happy End.
Nein! Es ging weiter. Es folgte ein Rosenkrieg, subtiler und steriler als alles zuvor.
Karina, gar nicht doof, wußte mich schnell zu isolieren. Blitzartig verabredete sie sich mit den Leuten, die ich zu meinem näheren Freundeskreis zählte.
Selbst in diesem Augenblick hatte mir nie jemand die Geschichte geglaubt. Karina? Die? Dafür ist die doch viel zu lieb – Das kann ich mir nicht vorstellen.“
Die Quintessenz der Geschichte war schließlich ein kompletter Bruch, der sich gedanklich fortsetzt und noch versucht sich zu vergessen. Doch das lernte ich bereits: vergeblich die Müh ruhig zu schlafen, wenn gewiß, dass Du zu viel verloren hast, einen geglaubten Schatz entwischen lässt. (mehr…)
Es sah alles so aus, als würde ihr Plan aufgehen. Inzwischen war ich offenkundig intolerant gegen ihre leeren Versprechen und sie wusste, dass ich Schluss mache würde.
Karina versuchte sich gar nicht mehr herauszureden oder dagegen zu argumentieren, dass sie einen offensichtlichen Versprechens- und Vertrauensbruch begangen hat.
Auf die Frage: „Wie soll ich Dir je wieder vertrauen können!“, blickte sie mir ins Auge, als hätte ich irgendeine Belanglosigkeit geäußert und äußerte ein fast schon empathisches: „Ja, da hast Du Recht – das verstehe ich!“ (mehr…)
Das Ende der letzten Runde hatte bereits begonnen.
Es war ein Dienstagabend, an dem es mir vergönnt war, für eine Stunde die Ablenkung zu spielen.
Karina, die Wochenend-Singlefrau, gab mir nur unter der Woche eine Audienz, aber ich musste den ganzen Tag arbeiten und sie arbeitete ja immer abends. Am Wochenende hatten wir dann aber tatsächlich oder vielmehr höchstens zwei bis drei Stunden.
Mit letzter Kraft versuchte ich wieder einmal ein leeres Versprechen zu
entlocken. Zwei Wochen hatten wir uns gar nicht gesehen und nun wollte ich einen kompletten Wochenendabend. (mehr…)
Leipzip war ein komplettes Desaster, genau wie alles Andere. Ein trauriges Desaster, dessen Ungunsten – so schien es – allein auf meinen Schultern lasteten.
Sie war bei Ihrer Oma, während ich den Samstag noch in Leipzig verbrachte.
Das Telefonat am nächsten Tag klang schon wie ein ‚Es ist aus!’-Gespräch. Ihre Lustlosigkeit versprach – zumindest – ein baldiges Ende.
Vermutlich war Karina von die Cousine beeindruckt, deren Verständnis für mich gleich Null war. Sie sprach lustlos davon, dass sie doch nichts Schlimmes machen würde und ich mir alles nur einbilden würde.
Wie immer versprach sie Besserung, aber das klang noch nicht einmal mehr geheuchelt. Sie suchte nach einer Möglichkeit mich loszuwerden, da ich selbst zu blöd war zu gehen, das merkte ich im Gefühl… aber mein Kopf suchte noch nach einer anderen Lösung.
Ihr Geburtstag näherte sich mit großen Schritten und Karinas Überraschungs- Geburtstagsparty war schon komplett geplant und organisiert.
Während ich versuchte das Planen im Geheimen zu halten – was nicht schwer war, denn viel Zeit verbrachten wir sowieso nicht miteinander – hatte Karina neben Weggehen ein neues Hobby.
Wie erst Monate später herauskam, war sie bereits im November in Single-Börsen angemeldet. (mehr…)
In einem Club trafen wir uns wiedereinmal zufällig. Sie war wieder mit ihren Freunden dort und mir vergingen Lust und Freude.
Mein Herz pochte wie wild, wenn sie mir nachschaute, doch ich ignorierte sie. Also trank ich, immer mehr. Schließlich winkte ich sie aus ihrer Gruppe und wir redeten kurz – aber kamen nicht zu keinem Ergebnis.
Nach etlichen alkoholischen Getränken und einem Tequila, stand sie plötzlich an der Bar. Ihr Träger-Shirt bot viel zu sehen und ich konnte nicht mehr an mir halten. Ich schlich von hinten an sie heran und küsste sie auf den Nacken. So leidenschaftlich hätte ich sie noch nie geküsst, sagte sie mir später und es war wiedereinmal passiert: Wir waren wieder zusammen.
Doch der Streit schwelte weiter. Immer wieder kam es zu den Vorwürfen, die aber schon lange nichts mehr änderten. Karina jedoch spielte weiter. Sie machte einfach weiter wie zuvor, als hätte jemand das Programm aktiviert: Zerstöre-Daniel.exe
Unbeirrt machte sie einfach weiter wie zuvor. Nichts hatte sich geändert – nichts wird sich je ändern. Immer wieder drohte ich mit dem Ende dieser Beziehung. Doch der inflationäre Gebrauch dieser Drohung führte dazu, dass Karina dies gar nicht mehr ernst nahm. Sie nahm mich nicht mehr Ernst. (mehr…)
Klar, gab es Momente in denen ich dachte, es könne aufwärts gehen und es könnte stimmen was sie sagte, aber wie man sich schon jetzt vorstellen kann, war es natürlich nicht so.
Nur ein Glück suchte ich noch: Doch das kurze vermeintliche Glück des Vergessens, war am nächsten Tag wie immer verschwunden und ich nahm mir vor, nein ich wußte, ich musste der Sache endlich den verdienten Abschluss geben.
Dabei ist das Richtige immer das Schwere und ich war ‚a Sucker with no selfesteem’. Also brach ich nach ein paar Tagen und einigen Anläufen, in einem ungeheuren Aufstand, die Beziehung ab.
Karina sah das ein. Als ich ihr ihre Sachen brachte, blickte sie mir recht gleichgültig ins zornige Auge. Ich war so sauer, dass es schon zu einem Standard-Zustand wurde.
Nach drei Wochen meiner Abwesenheit gestand sie in einem Brief wieder einmal zu, dass viele meiner Analysen zutreffen würden. Aber was wirklich dramatisch war: plötzlich hieß es „Es lag nie an meinen Gefühlen zu Dir!“ – und das war ein Widerspruch!
Zu viele Widersprüche in Wort und Tat und zu viele Lügen prägten die vergangenen Monate.
Doch ich verzehrte mich nach ihr. Und eigentlich war es für mich nicht aus, wenngleich ich wusste, dass es besser so bleiben sollte. Zu viele Gedanken drehten sich um sie. Also sollte ich wieder gegen diese Wand rennen.
Bald geht es weiter mit meinem Online-Roman! Stay tuned…
Tja, das Pech verließ mich nicht und so geht es weiter mit dem Online-Roman.
Das darauf folgende Wochenende glich dem Vorangegangenen. Denn schließlich war es der Tag im Monat, an dem ihre Freundin auch mal mitkommen würde, und dieser Tag ist doch was Besonderes. Wieder eine Ausrede, wieder dasselbe Spiel.
Das müsste ich doch verstehen können, sagte sie. Aber ich konnte es nicht verstehen und mein Liebeskummer wuchs ins Unermessliche. Nie hatte sie Zeit nur für uns. Nie war ich gut genug für den ganzen Abend. Nur Stundenweise durfte ich Zuneigung und Aufmerksamkeit saugen.
Einen Monat später erlitt ich einen Nervenzusammenbruch. Ich konnte keinen Satz sagen, ohne zu weinen. Der auslösende Faktor war Karina, aber zu einem gewissen Grade war es sicherlich auch das Erlebte der Gewalt.
Karina sagte an jenem Abend zu mir, dass sie den Abend – obwohl wir fest verabredeten waren und ich mich auf die Stunden zu zweit freute – nicht mit mir verbringen könne. Denn sie müsse noch die Arbeit erledigen – die sie natürlich dann machen musste, wenn ich Zeit hatte.
Nicht etwa tagsüber, während ich zur Arbeit war und sie endlos Zeit hatte, da sie Ihre 15 Stunden über die Woche verteilt frei einteilen konnte.
Nein! Es muss abends sein. Vielleicht war es auch wiedermal nur eine Ausrede, da sie vermutlich ihre Zeit mit jemandem Anderen verbringen wollte.
Nie hatte sie ihre Freunde versetzt, bei mir ist das aber natürlich etwas anderes. Doch sie bot mir an, sie könne vorbei kommen für eine Stunde, aber auch dieses vermeintliche Kompromissangebot würde nichts ändern.
Jedes Versprechen ward gebrochen worden. Jede erklärte Absicht auf Veränderung in meine Richtung war eine leere Zusage. Diese Beziehung war nicht nur eine Farce, sie war eine Illusion.
Doch bei jeder Illusion gibt es zumindest Einen der verliert. Und ich verlor an diesem Tag meine Nerven.
Nach drei Stunden kam sie schließlich vorbei und verbrachte die Nacht bei mir. In diesem Augenblick wusste ich, ich hätte sie rausschmeißen sollen, aber ich bedurfte der körperlichen Nähe. Just a sucker with no selfesteem…
Mit jedem Mal, da ich nachgab wusste ich dass ich alles verlieren werde… to be continued…
Der 15. Teil des Online-Romans: Nichts sollte besser werden, aber ich wußte ja nicht, dass die Talsohle noch lange nicht erreicht war…
Erst jetzt, aber dann schlagartig, verblasste die Wut über den ehemaligen Freund und Mitbewohner und die Angst vor ihm wuchs. Vielleicht handelte es sich um übertriebene Angst, doch ich konnte mich dem Gefühl nicht erwehren.
Dem nicht genug, erlangte ich weder Verständnis noch Trost von der Person, von der ich es am Meisten erhoffte und brauchte. Ein signifikantes Beispiel spiegelte jener Abend wider; vielleicht ein bis zwei Wochen nach der handlichen Auseinandersetzung.
Karina saß bei mir und blickte ständig auf die Uhr, denn es war geplant, dass sie sich mit ihren Freunden zum Weggehen trifft.
Mir war klar, dass wenn sie eine Chance zum Abhauen sehen würde, sie sie ergreifen würde, und zwar schneller als der bekannte Roadrunner. Ich war geknickt, ich wollte nicht raus, ich wollte mich verkriechen.
Aber es war Samstagabend und sie zappelte herum. Sie hatte das Gefühl was zu verpassen – sie hatte nie geplant den Abend mit mir zuverbringen, auch wenn sie dahingehende Andeutungen machte.
Als ich sie darauf aufmerksam machte, sprach’s: „Ach echt? Das hab ich nicht mitgekriegt! Aber ich dachte das wär okay, wenn ich später noch weggehen würde!?!“ und ging tatsächlich 15 Minuten später zur nächsten Party – ohne mich.
Ich saß immer noch gebrochen und ängstlich daheim – quasi in der Höhle des Löwen. Ich schloss die Zimmertür ab, weil ich wußte, die Frau kommt nicht mehr wieder…




