Es sah alles so aus, als würde ihr Plan aufgehen. Inzwischen war ich offenkundig intolerant gegen ihre leeren Versprechen und sie wusste, dass ich Schluss mache würde.
Karina versuchte sich gar nicht mehr herauszureden oder dagegen zu argumentieren, dass sie einen offensichtlichen Versprechens- und Vertrauensbruch begangen hat.
Auf die Frage: „Wie soll ich Dir je wieder vertrauen können!“, blickte sie mir ins Auge, als hätte ich irgendeine Belanglosigkeit geäußert und äußerte ein fast schon empathisches: „Ja, da hast Du Recht – das verstehe ich!“
Die kühle Art, wie sie es ausgesprochen hatte, machte mir schlagartig klar: Diese Sache war geplant. Es gab von ihrer Seite kein Bedürfnis, diese ‚Sache’ weiter zu führen.
Nach einem Telefonat bot sie an noch vorbei zu kommen, um darüber nochmal zu reden, doch nach drei Stunden rief sie an und erklärte das absolute Ende.
Und die Erkenntnis, die viel zu spät eintrat, lautete: Ein Jahr meines Lebens war das. Ein Jahr, das ich vergessen möchte, obwohl es mich vieles gelehrt hat.
Und was ist die Moral der Geschicht’? Niemals den Worten, den Versprechen glauben schenken. Was zählt ist allein die Tat. Das Gefühl weiß das längst, bevor der Kopf den Verwirrungen entfliehen kann. – Also höre auf dieses Gefühl – Es hat immer Recht. Aber lass Dich nie von ihm leiten!!
Und schließlich: Die Hass verbrennt die Liebe, bis nur noch der matte Glanz der Gleichgültigkeit übrig bleibt. Solange hält er notwendigerweise an.
Nein, das ist noch nicht ganz das Ende. Es kommt noch mehr vom Online-Roman!
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