Mein Leben und Ich in Berlin


Alles beim Alten – Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt – Teil 18
22. Mai 2009, 20:42
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In einem Club trafen wir uns wiedereinmal zufällig. Sie war wieder mit ihren Freunden dort und mir vergingen Lust und Freude.

frau an der bar © flickr /rileyroxxMein Herz pochte wie wild, wenn sie mir nachschaute, doch ich ignorierte sie. Also trank ich, immer mehr. Schließlich winkte ich sie aus ihrer Gruppe und wir redeten kurz – aber kamen nicht zu keinem Ergebnis.

Nach etlichen alkoholischen Getränken und einem Tequila, stand sie plötzlich an der Bar. Ihr Träger-Shirt bot viel zu sehen und ich konnte nicht mehr an mir halten. Ich schlich von hinten an sie heran und küsste sie auf den Nacken. So leidenschaftlich hätte ich sie noch nie geküsst, sagte sie mir später und es war wiedereinmal passiert: Wir waren wieder zusammen.

Doch der Streit schwelte weiter. Immer wieder kam es zu den Vorwürfen, die aber schon lange nichts mehr änderten. Karina jedoch spielte weiter. Sie machte einfach weiter wie zuvor, als hätte jemand das Programm aktiviert: Zerstöre-Daniel.exe

Unbeirrt machte sie einfach weiter wie zuvor. Nichts hatte sich geändert – nichts wird sich je ändern. Immer wieder drohte ich mit dem Ende dieser Beziehung. Doch der inflationäre Gebrauch dieser Drohung führte dazu, dass Karina dies gar nicht mehr ernst nahm. Sie nahm mich nicht mehr Ernst. (mehr…)



Vergessen ist das einzige Glück – Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt – Teil 17
17. Mai 2009, 17:31
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Klar, gab es Momente in denen ich dachte, es könne aufwärts gehen und es könnte stimmen was sie sagte, aber wie man sich schon jetzt vorstellen kann, war es natürlich nicht so.

Nur ein Glück suchte ich noch: Doch das kurze vermeintliche Glück des Vergessens, war am nächsten Tag wie immer verschwunden und ich nahm mir vor, nein ich wußte, ich musste der Sache endlich den verdienten Abschluss geben.

frau mit rose© flickr /h.koppdelaney

Dabei ist das Richtige immer das Schwere und ich war ‚a Sucker with no selfesteem’. Also brach ich nach ein paar Tagen und einigen Anläufen, in einem ungeheuren Aufstand, die Beziehung ab.

Karina sah das ein. Als ich ihr ihre Sachen brachte, blickte sie mir recht gleichgültig ins zornige Auge. Ich war so sauer, dass es schon zu einem Standard-Zustand wurde.

Nach drei Wochen meiner Abwesenheit gestand sie in einem Brief wieder einmal zu, dass viele meiner Analysen zutreffen würden. Aber was wirklich dramatisch war: plötzlich hieß es „Es lag nie an meinen Gefühlen zu Dir!“ – und das war ein Widerspruch!

Zu viele Widersprüche in Wort und Tat und zu viele Lügen prägten die vergangenen Monate.

Doch ich verzehrte mich nach ihr. Und eigentlich war es für mich nicht aus, wenngleich ich wusste, dass es besser so bleiben sollte. Zu viele Gedanken drehten sich um sie. Also sollte ich wieder gegen diese Wand rennen.

Bald geht es weiter mit meinem Online-Roman! Stay tuned…



Nerven- und andere Zusammenbrüche – Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt – Teil 16
14. Mai 2009, 07:50
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Tja, das Pech verließ mich nicht und so geht es weiter mit dem Online-Roman.

weinender mann © flickr /tourist_on_earthDas darauf folgende Wochenende glich dem Vorangegangenen. Denn schließlich war es der Tag im Monat, an dem ihre Freundin auch mal mitkommen würde, und dieser Tag ist doch was Besonderes. Wieder eine Ausrede, wieder dasselbe Spiel.

Das müsste ich doch verstehen können, sagte sie. Aber ich konnte es nicht verstehen und mein Liebeskummer wuchs ins Unermessliche. Nie hatte sie Zeit nur für uns. Nie war ich gut genug für den ganzen Abend. Nur Stundenweise durfte ich Zuneigung und Aufmerksamkeit saugen.

Einen Monat später erlitt ich einen Nervenzusammenbruch. Ich konnte keinen Satz sagen, ohne zu weinen. Der auslösende Faktor war Karina, aber zu einem gewissen Grade war es sicherlich auch das Erlebte der Gewalt.

Karina sagte an jenem Abend zu mir, dass sie den Abend – obwohl wir fest verabredeten waren und ich mich auf die Stunden zu zweit freute – nicht mit mir verbringen könne. Denn sie müsse noch die Arbeit erledigen – die sie natürlich dann machen musste, wenn ich Zeit hatte.

Nicht etwa tagsüber, während ich zur Arbeit war und sie endlos Zeit hatte, da sie Ihre 15 Stunden über die Woche verteilt frei einteilen konnte.

Nein! Es muss abends sein. Vielleicht war es auch wiedermal nur eine Ausrede, da sie vermutlich ihre Zeit mit jemandem Anderen verbringen wollte.

Nie hatte sie ihre Freunde versetzt, bei mir ist das aber natürlich etwas anderes. Doch sie bot mir an, sie könne vorbei kommen für eine Stunde, aber auch dieses vermeintliche Kompromissangebot würde nichts ändern.

Jedes Versprechen ward gebrochen worden. Jede erklärte Absicht auf Veränderung in meine Richtung war eine leere Zusage. Diese Beziehung war nicht nur eine Farce, sie war eine Illusion.

Doch bei jeder Illusion gibt es zumindest Einen der verliert. Und ich verlor an diesem Tag meine Nerven.

Nach drei Stunden kam sie schließlich vorbei und verbrachte die Nacht bei mir. In diesem Augenblick wusste ich, ich hätte sie rausschmeißen sollen, aber ich bedurfte der körperlichen Nähe. Just a sucker with no selfesteem…

Mit jedem Mal, da ich nachgab wusste ich dass ich alles verlieren werde… to be continued…



Lebensphasen und das Alter: Wenn man etwas nachholen muss
25. April 2009, 13:00
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Es gibt sie immer wieder: Die Menschen, die in ihrer Pubertät oder Teenie-Leben etwas verpasst haben und es in späteren Lebensphasen versuchen nachzuholen.

Es ist meist ziemlich traurig mit anzusehen, wenn so etwas passiert. Dennoch begegnet man diesen Menschen mit Unverständnis. Was so manches Mal in einem Drama endet.

privater-sicherheitsbereich-schild © Flickr /HaPe_Gera

Schon in meinem Online-Roman „Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt“ klingt dieser Effekt an. Dort ist es eine Ende 20jährige die feststellt, dass sie das große Party-Machen in ihrem Leben vernachlässigt hat und dem nun oberste Priorität gibt.

Da gibt es aber auch Frauen, die Informationswegen kontrollieren wollen. Informationswege und Freundschaften. Es ist ebenfalls eine Strategie, die man normaler Weise im Kindesalter oder maximal noch als Teenager versucht: Macht – ist natürlich hier das Stichwort.

Es ist eine Form von Beliebtheit, denn Macht ist ja nur ein Synomym für bestimmte Handlungsspielräume und Optionen. In diesem Fall ist dies der Egozentrismus der entscheidende Punkt.

Diese Frau versucht ihre Bekanntenkreise getrennt zu halten. Doch diese Bekannten trafen sich mit anderen und sie hatte das Gefühl allein da zu stehen.

Die Lösung fand sie in dem – was ich als infantil bezeichne – Verbot ihrer Bekannten sich zu „vermischen“ – man stelle sich vor.

Dieser Egozentrismus gerät ins Bräunliche und ist aber von einem Depostimus gekennzeichnet, der Unaufhaltsam scheint.

Sie erkannte dass soziale Kontakte harte soziale Arbeit sind und schaffte mit viel Einsatz ein Ausschlussprinzip. Zu jenem gehörten nicht nur diejenigen, die sich dem Trennungsgebot widersetzten, sondern auch jene die etwas dagegen sagten.

Die anderen verheimlichten Fortan ihre Widerworte und es brachen gewachsene Strukturen – durch den Willen einer Despotin. Interessantes Experiment – doch ich muss zugeben, nicht zum ersten Mal.

Leider sind Menschen so – im Kleinen wie im Großen. Der bekannte Spruch von Martin Niemöller trifft leider auch in sozialen Strukturen zu.

Die Macht hat derjenige, der Fakten schafft. Wie die Rote Armee im zweiten Weltkrieg, wie so viele andere Beispiele in der großen Geschichte, als auch in meiner Geschichte.

Und solange dies funktioniert – und das wird es, wenn Andere still sind – wird es auch so bleiben :(

Ich sollte mal selber mehr nach einem machiavellistischen Beziehungsratgeber leben.



Treue und Eifersucht in der Beziehung
25. März 2009, 17:10
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Es war Grund für Kriege Mord und Totschlag. Es war Anlass für Freude und Sicherheit. Treue – ein Konstrukt voller Emotionen.

eifersucht © Flickr /Rev Guzman Der Trend letzter Zeit scheint nicht nur mir aufgefallen zu sein. Monogame Beziehungen werden rarer – zumindest in einem bestimmten Alter. Es gibt eine Tendenz, die noch nicht zum Allgemeinen geworden ist.

Man stellt sich die Frage, wie viel Sinn steckt hinter dem bisherigen Konzept der Treue? Wie viel Sinn macht es einer Person, die frei ist zu sagen, wer ihren Körper berühren darf. Denn es betrifft ja eigentlich nur das Körperliche oder?

Wäre ich eifersüchtig, wenn sie eine Frau küsst, wenn sie sich lange mit einem Mann unterhält, wenn ich es überhaupt mitkriege.

Wird jemand den man einzusperren versucht, nicht alles daran setzen freizukommen? Schon aus Protest wird diese Person ausbrechen!

Und noch was woher kommt diese Sache? Man muss sich ja nur mal die Frage stellen, wer den Profit aus dieser Sache trägt? Ich sage es Mal so: Sex ist etwas was Frauen haben und Männer wollen. Und bei Eifersucht und Treue geht es doch in 90 Prozent der Fälle um Sex.

Aber es gibt Sicherheit und genau wie Liebe ist dies und auch Treue ein Konstrukt, das sich Menschen geschaffen haben. Aber auch wenn man sich eigentlich im Klaren darüber sein sollte, dass Sicherheit eine Illusion ist, gibt man sich dem Gerne hin.

Antworten auf alle diese Fragen, gibt es auch in diesem Ratgeber für Beziehungen aller Art.



Individualisierung: Vom Rollenwechsel zwischen Mann und Frau?
20. März 2009, 08:00
Gespeichert unter: Beziehung | Schlagworte:

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es derzeit einen Trend gibt der Frauen und Männer in ihrem Rollenverhalten betrifft.

Ich kann mir gut vorstellen dass dies mit dem feministischen Diskurs zusammenhängt, dass sich allmählich im Leben und den Einstellungen der Frauen gegenüber der Sexualität ein Wandel vollzieht.

starke-frau-mit-mannern© Flickr /Winstonavich

Immer weniger Frauen wollen eine Beziehung. Etwas was früher die Domäne der Frauen war: Ganz oder gar nicht. Doch ich finde, das hat sich gewandelt. Neuerdings geht die Sache in das Andere extrem: Frauen wollen nur das Eine! Ist das die neue Generation?

Dies hat m.E. mit der Individualisierung zu tun. Früher war dies ein Privileg der Männer. Doch durch die greifende (aber wohllich nicht durchgesetzte) Emanzipation verändert sich der Diskurs darüber und damit auch die Herangehensweise.

Es ist durchaus erstrebenswert sich auch in dieser Lebenssphäre zu individualisieren, aber man sollte doch auch aus den Fehlern Anderer lernen. Als eine Art Ratgeber: Die Männer werden mit der Sozialisationsaussage erzogen, man muss die Frauen auf Händen tragen, was von Frauen derart nicht gelernt wird. In der weiblichen Sozialisation sind die Männer die Dominanten und die Frauen dürfen sich das herausnehmen.

Oder ist die ganze Chose ein Übergang zum Rollenwechsel? Sodass Frauen nun werden wie Männer früher waren und Männer werden wie Frauen früher waren? Ein Indiz für diese These ist ja die Emo-Szene… Es sagt mehr aus, als es Einzelne Taten aussagen könnten.

Doch wenn die Frauen das dominante Geschlecht werden, ändert sich dann auch die Sozialisation oder geht der Weg andersherum?



Beziehungsroman: Rückblick einer zwischenmenschlichen Todgeburt
7. März 2009, 21:34
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Erster Teil einer kleinen Geschichte, die ich in Romanform zum Besten geben will. „Rückblick einer zwischenmenschlichen Todgeburt oder 2007 – Das schlimmste Jahr meines Lebens.

Die Vorgeschichte
Wir waren ein wenig mehr als drei Jahre zusammen, Karina und ich. Doch ich war noch nicht wirklich bereit für eine noch festere Sache. Ich misste nach drei Jahren des engen Zusammenseins mein ungerechtfertigtes Leben.

Frauen Taille © flickr / Robert McDon. Ich war auch über die 30 hinaus geschossen und bekam bereits die ersten Ausläufer der Mid-Life-Crisis – Syndrom zu spüren.

Währenddessen machte sie ein Praktikum in einer 500 Kilometer entfernten Stadt. Das mag nicht viel sein, aber für einen Studenten mit meinem Budgets ist es eine Distanz wie Paris-New York. Aber um ehrlich zu sein, nutzte ich diese Monate um etwas klarer zu sehen. Um mir klar zu werden, wie es weitergehen sollte.

Doch diese Blödheit und der Wunsch nach Aufregung wurden mir zum Verhängnis. Ich nahm mir vor, dass ich die Sache ehrenvoll beenden werde, so wie es die ‘Schluß-Mach- Kultur‘ verlangt. Als sie zurückkam, ging ich mit ihr Essen, doch ich traute mich nicht das Thema anzusprechen.

Wir gingen was trinken. Ich nahm in ihrer Gesellschaft einen kräftigen Schluck aus der Flasche und ich posaunte den Satz ohne zu überlegen heraus: „Ich will Schluss machen!“ Nach einem entsetzten und verdauenden Gesichtsausdruck stellte sie ihr noch nicht angetrunkenes Glas hin und verließ die Lokalität. Ich rannte weinend und im Inneren den gemachten Fehler schon bereuend durch die Straße. Doch niemand war da. Niemand war erreichbar. Ich war verloren und konnte doch nicht nach Hause, da ich vermutete sie würde dort ebenfalls auftauchen können.
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Neuer Beziehungstrend bei Frauen: Probezeit
25. Februar 2009, 18:42
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„Okay, wir probieren es mal!“ – Habe ich das nötig? Wieso neigen Frauen in letzter Zeit dazu, Probe-Beziehungen vor die Richtige zu stellen?

Es mag ja sein, dass ich altmodisch bin, aber in letzter Zeit bin ich bei meiner Suche nach einer geeigneten Frau für’s Leben, stoße ich immer wieder auf diese Aussage. Für mich gibts aber nur entweder ne Affäre oder eine Beziehung. Was ist das Andere?

Die Selbstaussage variiert doch sehr, aber eines ist immer konstant. Eine richtige Beziehung, Liebe und Begierde, wollen sie nicht. Dabei hört man von schlechten Erfahrungen, der Beziehungsunfähigkeit und ein komisches Gefühl. Natürlich könnte man eine andere Konstante auch machen: Mich! Aber ich sehe es auch bei anderen vermeintlichen Pärchen.

Aber was ist das dann? Gibt es ein Wort dafür? Eine Prä-Beziehungsphase, eine Probezeit?

Man sollte sowas erst gar nicht eingehen. Alle Alarm-Glocken sollten losgehen. Wahrscheinlicher ist doch, dass dahinter steht einfach nur ein anderer Typ bzw. die Sache ums „Warm-Halten“.
Ich meine wieso ist das Ganze merkbar unangenehm in der Öffentlichkeit?

Wenn etwas komisch wirkt ist es in Aller Regel auch so, sagte mir ein guter Freund mal zu Recht.

Beziehungsende © Flickr /simplified complication

Gib mir doch einfach nur ein bisschen Sicherheit, in einer Zeit in der nichts sicher scheint!