Während meines Studiums beschäftigte ich mich viel mit Michel Foucault und seinen Schriften.
In der Analyse seiner Arbeiten und den Vergleich mit den Vertretern der Frankfurter Schule, konnte ich einen Traditionsstrang ziehen, der sich zwischen Nietzsche, Adorno und Foucault zieht.
Diese Theorietradition begann meines Erachtens schon früher mit Stirner. Auch Michel Foucault sagte mal, man müsste den Werken von Max Stirner mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Aber in diesem Vergleich zwischen zumindest Nietzsche Adorno und Foucault lassen sich einige bemerkenswerte Verbindungen erkennen.
Max Stirner war Anarchist. Er selbst hat das nie von sich behauptet, und auch erst Jahre nach seinem Tod wurde er als der Vorreiter der Individualanarchie gepriesen.
Was den aus Frankreich stammenden Foucault aber auszeichnete, abgesehen von dieser anarchistischen Tradition, war ein wichtiger Satz in dem Aufsatz: Botschaften der Macht: „Abschließend könnte man sagen [die Aufgabe], die sich uns heute stellt …, ist uns sowohl vom Staat, als auch vom Typ der Individualisierung … zu befreien.“
Foucault ist bekannt für seine undogmatische Herangehensweise, aber dieser Satz qualifiziert ihn als Anarchisten. Seine Lebensart war geprägt von seinem Ansatz.
Dabei stellt man sich in der Wissenschaft und in der Philosophie eher die Frage ob er ein Strukturalist gewesen sei, oder der Beginn des Poststrukturalismus?
Für mich war Foucault vor allem Anarchist und im zweiten Blick war er Konstruktivist und mit ausschlaggebend für den Dekonstruktivismus.
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Inzwischen dürften ja die meisten Menschen hierzulande die Steuer-ID zugeschickt bekommen haben. Diese ID ist universell und ist m.E. das Gegenteil von Datenschutz.
Zu den Gründungszeiten der BRD gaben die Gründungsväter mit Blick auf die Vergangenheit viele Rechte zu unserem Schutz vor dem Staat. In der Zwischenzeit werden diese Rechte aufgeweicht.
Wir vertrauen diesem Staat, ja das tun viele. Aber dennoch sollte und darf der Staat nicht immer mehr Macht durch Wissen über uns haben. Denn Macht korrumpiert und hinter dem Staat stehen ganz normale Menschen.
Das erste Mal seit dem Ende des Überwachungsstaates DDR gibt es wieder eine einheitliche ID. Wozu diese ID-Nummer in der DDR genutzt wurde ist ja allgemein bekannt.
Jetzt kann so ziemlich jede Dienststelle die Daten über Dich abgleichen! Das ist kein Scherz. Vorher wurden auch schon Daten gespeichert, aber jetzt können Sie mit einer Person in Verbindung gebracht werden – und das universell über die einheitliche Steuernummer.
Der beste Datenschutz ist es, wenn erst gar keine Daten gesammelt werden. Und das das auch nichts mit Terrorismus zu tun hat ist auch klar. Etliche Bürgerrechtsbewegungen, wie die Humanistische Union, laufen zu Recht sturm.
Leute ich sag Euch: Das geht zu weit – Viel zu weit! So langsam bekomme ich Angst vor dem Staat. Wollen wir wirklich in dieser Gesellschaft leben?

