Mein Leben und Ich in Berlin


Geschlechtscharaktere – Immernoch Geschichtsverdrehung?
17. Juni 2009, 21:24
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Geschichtsverfälschung? Oder was ist es, wenn man immernoch erzählt, dass Frauen nie „gearbeitet“ haben.

Im RBB sah ich es. Es war eine Überleitung für ein Golfevent, über den berichtet werden sollte.

jäger vor auto © flickr /Robin Hutton

Diese Einleitung war wie folgt (sinngemäß): „Es ist lange her, dass der was mit dem Bogen für Frau und Kind geschossen hat. Heute geht man gemeinsam Lebensmittel besorgen…“ (mehr…)



Schlampe – Frauen nennen Frauen so!
9. Juni 2009, 17:48
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Schlampe! Ein Ausdruck der von Männern früher ausgesprochen wurde. Doch diese Zeiten sind vorbei!

Als ich groß wurde, war es die Frauendiskriminierung schlechthin. Ein Mann der durch die Gegend vögelt ist ein Hengst. Eine Frau, die dasselbe tut, ist eine Schlampe. Sie war untendurch bzw. wie man so schön sagt:“ Ist das Leben erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ Doch das war früher – zumindest für Frauen!

werbeplakat frau © flickr /alaspoorwho


Heute sind es die Frauen, die andere Frauen als Schlampen titulieren
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Die Macht von Google – Zukunftsperspektive
30. April 2009, 11:29
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Kennst Du das Video Google Epic 2015? Das ist eine Zukunftsperspektive auf die Medienlandschaft im Jahr 2015.

Was an diesem Video, das vor ein paar Jahren schon entstand, so interessant ist, dass der Medienwissenschaftler mit vielen Dingen recht hatte.

google © Flickr / TheAlieness GiselaGiardino²³

Manches was sie voraussagten, ist tatsächlich eingetreten. Ein Kampf zwischen Microsoft und Google stehe in den Medienkriegen der Zukunft aus, so die Grundaussage des Videos von Robin Sloan und Matt Thompson.

Hier der Link zu diesem Werk, das neugierig aber auch ängstlich macht.

Auf Deutsch tritt man, begleitet von der Stimme von Scully (aus Akte X), die Reise in die Zukunft an.

Als Konsequenz der Medienkriege, gibt es den klassischen Journalismus nur noch als marginalisierte Randerscheinung. Google wird der größte Quasi-Verleger im Nachrichtensektor.

Aber in letzter Zeit wird Google immer als der Gute dargestellt, der ja nur das Beste will. Dies exemplifiziert sich an der SEO-Szene. Das ist mir aber zu einseitig. Google ist schon jetzt derart mächtig, dass eine Regulierung doch schon sinnvoll wäre, wenn nicht sogar überfällig.

Schließlich kann Google heute schon mit einer Adaption seines Algorithmus’ einige Geschäfte – mit einem quasi Wimpernschlag – in den Ruin treiben.

Und das würde derjenige nicht einmal mitbekommen. Außerdem ist Google eine riesige Datenkrake. Auch hier gilt: Der wahre Datenschutz, ist derjenige, der das Daten sammeln verbietet!

Schau es Dir einfach an! Sehr krass, sehr interessant und sehr gut möglich.



Lebensphasen und das Alter: Wenn man etwas nachholen muss
25. April 2009, 13:00
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Es gibt sie immer wieder: Die Menschen, die in ihrer Pubertät oder Teenie-Leben etwas verpasst haben und es in späteren Lebensphasen versuchen nachzuholen.

Es ist meist ziemlich traurig mit anzusehen, wenn so etwas passiert. Dennoch begegnet man diesen Menschen mit Unverständnis. Was so manches Mal in einem Drama endet.

privater-sicherheitsbereich-schild © Flickr /HaPe_Gera

Schon in meinem Online-Roman „Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt“ klingt dieser Effekt an. Dort ist es eine Ende 20jährige die feststellt, dass sie das große Party-Machen in ihrem Leben vernachlässigt hat und dem nun oberste Priorität gibt.

Da gibt es aber auch Frauen, die Informationswegen kontrollieren wollen. Informationswege und Freundschaften. Es ist ebenfalls eine Strategie, die man normaler Weise im Kindesalter oder maximal noch als Teenager versucht: Macht – ist natürlich hier das Stichwort.

Es ist eine Form von Beliebtheit, denn Macht ist ja nur ein Synomym für bestimmte Handlungsspielräume und Optionen. In diesem Fall ist dies der Egozentrismus der entscheidende Punkt.

Diese Frau versucht ihre Bekanntenkreise getrennt zu halten. Doch diese Bekannten trafen sich mit anderen und sie hatte das Gefühl allein da zu stehen.

Die Lösung fand sie in dem – was ich als infantil bezeichne – Verbot ihrer Bekannten sich zu „vermischen“ – man stelle sich vor.

Dieser Egozentrismus gerät ins Bräunliche und ist aber von einem Depostimus gekennzeichnet, der Unaufhaltsam scheint.

Sie erkannte dass soziale Kontakte harte soziale Arbeit sind und schaffte mit viel Einsatz ein Ausschlussprinzip. Zu jenem gehörten nicht nur diejenigen, die sich dem Trennungsgebot widersetzten, sondern auch jene die etwas dagegen sagten.

Die anderen verheimlichten Fortan ihre Widerworte und es brachen gewachsene Strukturen – durch den Willen einer Despotin. Interessantes Experiment – doch ich muss zugeben, nicht zum ersten Mal.

Leider sind Menschen so – im Kleinen wie im Großen. Der bekannte Spruch von Martin Niemöller trifft leider auch in sozialen Strukturen zu.

Die Macht hat derjenige, der Fakten schafft. Wie die Rote Armee im zweiten Weltkrieg, wie so viele andere Beispiele in der großen Geschichte, als auch in meiner Geschichte.

Und solange dies funktioniert – und das wird es, wenn Andere still sind – wird es auch so bleiben :(

Ich sollte mal selber mehr nach einem machiavellistischen Beziehungsratgeber leben.



Kommunikation: Vier Botschaften einer Aussage
5. April 2009, 17:47
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Jede Aussage die Jemand macht, hat grundsätzlich vier Ebenen!

Das ist Grundkurs Psychologie und ich wundere mich immer wieso so viele Leute nicht darauf achten. Sicherlich gibt es Momente wo man selbst nicht durchblickt und auf so etwas nicht achtet, dennoch sollten die Menschen mehr auf ihre Kommunikation achten.

vier-seiten-modell © wikipedia.de

Und mit den vier Ebenen einer Botschaft kann man sehr gut arbeiten. Kurz erklärt geht es darum, dass jede Aussage, vier Aussagen macht. Ich nenne sie:Der BASS der Kommunikation.

Diese vier Ebenen einer Botschaft sind:
Beziehungsaussage
Apell
Selbstaussage
Sachebene

Das sind die Aussagen
B sagt aus, was man eigentlich gesagt haben möchte.
A ist eine Aufforderung die die Aussage impliziert
S ist der Code für die Wichtigkeit dieser Aussage.
S ist die objektive Information – die Verpackung.

Try it! Derart lassen sich Informationen aus Gesprächen herausfiltern, die die Kommunikation in unserer Gesellschaft deutlich erleichtern.



Filmfehler: Schizophrenie versus Persönlichkeitsspaltung
30. März 2009, 02:37
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Neulich hab ich es wieder in einem Film gesehen – der Mann vom Fach sagte: „Es ist Schizophrenie diagnostiziert worden!“

Dabei gab es eigentlich allenfalls Indizien für eine Persönlichkeitsspaltung. Der Unterschied ist denn auch gewaltig. Schizophrenie ist ein Sammelsurium an Krankheiten, die meist ziemlich heftig ausfallen. Paranoia, irreale Wahrnehmung und Katatonie gehören dazu.

frau-kunstlerisch-verandert © FLickr / Ben Kokolas

Aber wenn jemand mehrere Persönlichkeiten in sich birgt, ist das nicht Schizophrenie sondern eben Persönlichkeitsspaltung.

Da sollten die Autoren dieser Serien und Filme das mal echt gecheckt haben. Früher war das noch verstärkt vorgekommen, inzwischen wissen das sogar deutsche Autoren.

Da fragt man sich was zuerst da war: Die mediale Beeinträchtigung durch entsprechende Filme und Serien oder war es die Generalisierung von Wissenschaft durch den Alltag?

Das nervt mich sowieso so oft, dass dort Halbwahrheiten für real verkauft werden. Und die Leute glauben das eben. Adorno aus der Frankfurter Schule hat da wohl völlig Recht: „Die Realität wird außerhalb eliminiert um sie innerhalb der Kulturindustrie beliebig oft wiederholen zu können.“ (frei nach Adorno in „Dialektik der Aufklärung“)

Und machen wir uns nichts vor: Wiederholung ist das Artus-Schwert in der modernen Propaganda-Maschinerie der Konsumgesellschaft. Ja, Richtig! Werbung!



Treue und Eifersucht in der Beziehung
25. März 2009, 17:10
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Es war Grund für Kriege Mord und Totschlag. Es war Anlass für Freude und Sicherheit. Treue – ein Konstrukt voller Emotionen.

eifersucht © Flickr /Rev Guzman Der Trend letzter Zeit scheint nicht nur mir aufgefallen zu sein. Monogame Beziehungen werden rarer – zumindest in einem bestimmten Alter. Es gibt eine Tendenz, die noch nicht zum Allgemeinen geworden ist.

Man stellt sich die Frage, wie viel Sinn steckt hinter dem bisherigen Konzept der Treue? Wie viel Sinn macht es einer Person, die frei ist zu sagen, wer ihren Körper berühren darf. Denn es betrifft ja eigentlich nur das Körperliche oder?

Wäre ich eifersüchtig, wenn sie eine Frau küsst, wenn sie sich lange mit einem Mann unterhält, wenn ich es überhaupt mitkriege.

Wird jemand den man einzusperren versucht, nicht alles daran setzen freizukommen? Schon aus Protest wird diese Person ausbrechen!

Und noch was woher kommt diese Sache? Man muss sich ja nur mal die Frage stellen, wer den Profit aus dieser Sache trägt? Ich sage es Mal so: Sex ist etwas was Frauen haben und Männer wollen. Und bei Eifersucht und Treue geht es doch in 90 Prozent der Fälle um Sex.

Aber es gibt Sicherheit und genau wie Liebe ist dies und auch Treue ein Konstrukt, das sich Menschen geschaffen haben. Aber auch wenn man sich eigentlich im Klaren darüber sein sollte, dass Sicherheit eine Illusion ist, gibt man sich dem Gerne hin.

Antworten auf alle diese Fragen, gibt es auch in diesem Ratgeber für Beziehungen aller Art.



Therapie – sinnvoll oder nur ein Trend?
4. März 2009, 14:03
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In den USA ist es schon normal, dass jeder einen Therapeuten hat. Ich dachte immer, dass wäre symptomatisch für dieses Land. Aber in letzter Zeit stellte ich immer mehr fest, dass dies hierzulande ebenfalls Mode wird.

therapie-couch © flickr/finna dat Warum braucht man denn einen Therapeut? Das ist keine Frage, wie: Warum braucht man denn ein Handy. Sicherlich gibt es Leute, die einen Therapeuten benötigen. Aber doch nicht so ziemlich jeder!

Mal aus der Sicht eines Therapeuten: Da kommen jeden Tag Leute in die Praxis und erzählen von banalen Problemen. Und als Therapeut denkt man doch bestimmt: „Mein Gott, das ist doch super billig! Und nicht Du hast das Problem, sondern die Gesellschaft ist das Problem – und Du kommst nicht damit klar! – Willkommen im Leben!“

Die meisten Leute, egal ob Mann oder Frau, brauchen doch gar keinen Therapeuten, aber die Beziehungen unserer Gesellschaft werden so oberflächlich, dass man sich nicht mehr traut mit Freunden zu reden. Also bezahlt man jemanden der sich den Scheiß anhört, den man seinen Freunden nicht anvertrauen kann.

Ich denke, die meisten Menschen könnten in ihrem Leben gut auf einen Therapeuten verzichten, wenn sie sich ihren Freunden anvertrauen würden.

Das soziale Netz schwindet – das ist doch der Punkt. Das Ersatz-Gemeinschaftsgefühl in den USA ist sodann der Patriotismus.
Was kommt bei uns?