Mein Leben und Ich in Berlin


Die Erkenntnis – Rückblick einer zwischenmenschlichen Totgeburt – Teil 21
3. Juni 2009, 18:14
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Es sah alles so aus, als würde ihr Plan aufgehen. Inzwischen war ich offenkundig intolerant gegen ihre leeren Versprechen und sie wusste, dass ich Schluss mache würde.

Karina versuchte sich gar nicht mehr herauszureden oder dagegen zu argumentieren, dass sie einen offensichtlichen Versprechens- und Vertrauensbruch begangen hat.

finger an der wand © flickr /TheAlieness GiselaGiardino²³

Auf die Frage: „Wie soll ich Dir je wieder vertrauen können!“, blickte sie mir ins Auge, als hätte ich irgendeine Belanglosigkeit geäußert und äußerte ein fast schon empathisches: „Ja, da hast Du Recht – das verstehe ich!“ (mehr…)



Nietzsches Sklavenmoral
6. Mai 2009, 10:29
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Gerade an Babylon kann man die Sklavenmoral und den Bruch des Diskurses nachvollziehen – auch wieso Nietzsche dieses Wort benutzt.

Nietzsche war ein ehrlicher Mensch in seinen Schriften, womöglich, weil er nicht dachte, dass es jemals gelesen würde. Mehrmals spricht er seine Leser an: „… jetzt wird auch in den fünf, sechs Köpfen klar…“ (frei nach Nietzsche).

turm-von-babel © FLickr / thisisbossi

Nietzsche analysiert klar

Nietzsche sieht einen Bruch als die jüdische Religion einen Aufschwung erlebt. Damals waren die Juden die Sklaven - nicht nur bei den Ägyptern – auch zuvor schon bei den Babylonieren bzw. Sumerer.

Geschichte und Nietzsche
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Nietzsche war kein Faschist
16. April 2009, 17:21
Gespeichert unter: Philosophie | Schlagworte:

Immer wieder höre ich es, bzw muss es mir anhören, dass Nietzsche faschistoid war. Nietzsche war kein Faschist! Es ist schlicht und ergreifend falsch!

Woher kommt das Gerücht über Nietzsche

nietzsche © wikipedia.deWas stimmt ist, dass seine Schwester manche Werke absichtlich dahingehend editierte. Dies ist aber hinlänglich wissenschaftlich notiert und abgearbeitet.

Wahr ist auch, dass Hitler die Philosophie Nietzsches für seine Zwecke instrumentalisierte. Das hat er auch mit dem Humanismus gemacht und dazu gibt es kaum Studien.

Nietzsches Übermensch

Auch der Übermensch bei Nietzsche ist kein faschistischer „Übermensch“, wie ihn Hitler proklamierte.
Es war ein sozialer „Über“mensch. Er war nicht durch seine Herkunft hervorgehoben oder sein Blut oder seine Hautfarbe – sondern durch die Intensivierung des Geistes – der Gedanken.

Zarathustra war sozusagen die Figur eines Übermenschen der die Menschen versucht ihre vermeintliche alleinherrschende Vernunft zu kontrollieren und zu hinterfragen.

Das Ergebnis ist bekannt, Zarathustra ging daran kaputt, bzw. wieder auf seinen Berg.

Was übrigens kaum jemand weiß: Zarathustra gab es wirklich, allerdings nicht im epos-style. Es war ein Philosoph in der alten Zeit des Nahen Ostens. Ein berühmter Spruch von ihm war (frei nach Zarathustra): „Obwohl die Menschen ständig von Vernunft reden, scheint es als ob sie es noch nie damit versucht zu haben.“



Studien – Sinnvoll oder nur PR?
10. April 2009, 19:34
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Ist Euch das auch schon mal so gegangen, dass ihr ständig von Studien hört, die genau das Gegenteil beweisen, als was die Studie davor bewiesen hat?

Sicherlich kann man hier fundamentalkritisch werden und wie die Frankfurter Schule den Positivismusstreit herauskramen. Aber ich dachte eher an die Frage: Wie sinnvoll oder realhaltig sind derartigen Studien, wenn sie sich ständig wiedersprechen?

blätter im Ordner © Flickr /Bas.K[Eine Studie beweist, dass Kaffee schädlich ist, die nächste kann darlegen, dass Kaffee sogar gut für alles Mögliche ist... vielleicht sogar gegen Krebs. Das ist sowieso das Totschlagargument in Sachen "Wissenschaft" - das Mittel gegen Krebs. Wein, Broccoli und anderes Zeugs.

Oftmals denke ich bei dieser Diskussion an den Film „Thank you for Smoking“ in Kombination mit dem alten Spruch von Lenin: „Finde wer profitiert und Du kennst den Schuldigen.“ (frei nach ihm).

Also die Frage, liefern sich hier in der Frage der Kaffee-Studien zwei konkurrierende Unternehmen eine Reputationsschlacht oder vielmehr PR-Schlacht mittels Studien?

Allerdings wüsste ich gerade nicht welche Branche oder Interessengruppe etwas gegen Kaffee haben könnte…



War Michel Foucault Anarchist?
1. April 2009, 13:18
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Während meines Studiums beschäftigte ich mich viel mit Michel Foucault und seinen Schriften.

In der Analyse seiner Arbeiten und den Vergleich mit den Vertretern der Frankfurter Schule, konnte ich einen Traditionsstrang ziehen, der sich zwischen Nietzsche, Adorno und Foucault zieht.

Diese Theorietradition begann meines Erachtens schon früher mit Stirner. Auch Michel Foucault sagte mal, man müsste den Werken von Max Stirner mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.

anarchie-graffiti © Flickr /orangeacid

Aber in diesem Vergleich zwischen zumindest Nietzsche Adorno und Foucault lassen sich einige bemerkenswerte Verbindungen erkennen.

Max Stirner war Anarchist. Er selbst hat das nie von sich behauptet, und auch erst Jahre nach seinem Tod wurde er als der Vorreiter der Individualanarchie gepriesen.

Was den aus Frankreich stammenden Foucault aber auszeichnete, abgesehen von dieser anarchistischen Tradition, war ein wichtiger Satz in dem Aufsatz: Botschaften der Macht: „Abschließend könnte man sagen [die Aufgabe], die sich uns heute stellt …, ist uns sowohl vom Staat, als auch vom Typ der Individualisierung … zu befreien.“

Foucault ist bekannt für seine undogmatische Herangehensweise, aber dieser Satz qualifiziert ihn als Anarchisten. Seine Lebensart war geprägt von seinem Ansatz.

Dabei stellt man sich in der Wissenschaft und in der Philosophie eher die Frage ob er ein Strukturalist gewesen sei, oder der Beginn des Poststrukturalismus?

Für mich war Foucault vor allem Anarchist und im zweiten Blick war er Konstruktivist und mit ausschlaggebend für den Dekonstruktivismus.